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Förderung für einen vereinfachten Zugriff auf Daten aus der Agrosystemforschung

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09.11.2022

Pressemitteilung

Wissenschaftlerin untersucht eine Bodenprobe

Das Konsortium FAIRagro hat zum Ziel, eine Infrastruktur für Daten aus der Agrosystemforschung zu schaffen, um institutionenübergreifende und interdisziplinäre Forschung zu erleichtern. Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) in einer Pressekonferenz am 4. November 2022 bestätigt hat, wird FAIRagro als Konsortium in die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aufgenommen und ab März 2023 von Bund und Ländern gefördert. Vorgesehen ist eine Förderdauer von fünf Jahren. FAIRagro wird vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg koordiniert und umfasst 29 Partner.

In der deutschen Forschungslandschaft rund um nachhaltige Agrosysteme werden in einer Reihe von Fachinstituten verschiedene Typen von Forschungsdaten erhoben und auf unterschiedliche Weise gespeichert. Das Spektrum der Datenformate erstreckt sich beispielsweise von Laborergebnissen, über Satellitenbilder bis hin zu qualitativen Interviews mit Landwirtinnen und Landwirten. Um diese Daten zukünftig für Forschende verschiedener Disziplinen besser auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar zu machen, wird das Konsortium FAIRagro eine Forschungsdateninfrastruktur (FDI) für die Agrosystemforschung einrichten, die die unterschiedlichen disziplinären Datensammlungen miteinander verknüpft. Darüber hinaus wird FAIRagro ein Netzwerk aus direkten Ansprechpersonen für Fragen zum Forschungsdatenmanagement in der Agrosystem-Community bereitstellen.

Im November 2021 wurde der FAIRagro Projektantrag für eine Förderung von 2023-2027 bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht und im Frühjahr 2022 durch ein DFG-Expertengremium zur Förderung empfohlen. Nun wurde auf einer Pressekonferenz der GWK bestätigt, dass FAIRagro als eines von acht weiteren Konsortien in der dritten und letzten Förderrunde in die NFDI aufgenommen wird. Bislang sind bereits 19 Konsortien Teil der NFDI.

Die NFDI zielt darauf ab, eine zentrale Infrastruktur für die digitale Speicherung, Vernetzung und Nutzung von Daten aus Wissenschaft und Forschung verschiedener Fachbereiche zu schaffen. Datenbestände werden bisher oft dezentral, projektförmig und temporär gelagert. In der NFDI sollen Forschungsdaten systematisch erschlossen und dadurch einfacher über Fachdisziplinen oder Institutionen hinweg nutzbar werden.

Projektpartner:

  • Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. (Koordination)
  • Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
  • ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften
  • Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft
  • Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
  • Forschungszentrum Jülich
  • Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur
  • Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Johann Heinrich von Thünen-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
  • Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften der TU München
  • Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie
  • Universität Bielefeld
  • Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
  • Deutsche Agrarforschungsallianz
  • Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH
  • Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft
  • Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft
  • Deutscher Wetterdienst
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften
  • Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
  • Informationssystem für die integrierte Pflanzenproduktion
  • Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
  • Geschäftsstelle Think Tank Digitalisierung am Thünen-Institut
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
  • Universität Hohenheim
  • Verbundzentrale des GBV (VZG)
  • Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz

 

Pressemitteilung im PDF-Formatnew tab icon

 

Förderhinweis:

Für Aufbau und Förderung der 27 NFDI-Konsortien stellen Bund und Länder bis 2028 im Verhältnis 90 Prozent zu 10 Prozent insgesamt bis zu 90 Mio. Euro jährlich bereit.

Weitere Informationen:

 

Bildmaterial

Zum Download der Bilder bitte auf das entsprechende Bild klicken und über Download-Icon herunterladen.

Wissenschaftlerin untersucht eine Bodenprobe im Feld.
In der Agrosystemforschung werden unterschiedliche Datentypen erhoben – wie hier am ZALF bei der Untersuchung einer Bodenprobe. Das Konsortium FAIRagro hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugriff auf Forschungsdaten in der Agrosystemforschung zu vereinfachen. Ab März 2023 wird das Vorhaben als Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) durch Bund und Länder gefördert. Quelle: © Jarno Müller / ZALF.

 

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