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Prof. Klaus Müller vom ZALF zu Gast bei Antenne Stammtisch zum Thema „Solarboom auf dem Acker - was macht das mit dem ländlichen Raum?“

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​​​01.12.2023

Prof. Dr. Klaus Müller

Der Antenne Stammtisch ist eine Diskussionsveranstaltung von Antenne Brandenburg. Hier diskutierten am 28. November in Golzow im Oderbruch Gäste aus Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft sowie Agrarwissenschaft unter Publikumsbeteiligung live zum Thema Photovoltaik (PV) auf landwirtschaftlichen Flächen.

„In Brandenburg gibt es bereits seit Jahren einen massiven Ausbau an PV-Freiflächenanlagen und in sieben Jahren soll sich die Menge des produzierten Stroms auf diesen Freiflächenanlagen verdreifachen“, so leitet Andreas Oppermann vom rbb die Diskussion ein. Offen bleibt deshalb die Frage, wo investiert und auch weiterhin Landwirtschaft betrieben werden kann, wenn durch Freiflächenanlagen (FFA) wertvolle Ackerböden verloren gehen. Zu klären wäre auch, wie es um die Akzeptanz von FFA steht und wer von den Anlagen profitiert.

Da es eine kommunale Aufgabe ist, die Planung solcher Anlagen zu genehmigen oder zum Teil gar selbst welche zu planen, wurden unter anderem auch Frank Schütz, Bürgermeister Golzow sowie Werner Mielenz, Bürgermeister Neutrebbin zur Diskussion mit eingeladen. Sie berichten von ihren bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung vom Bau von Solaranlagen in ihren Gemeinden. Ihre Herausforderung liegt bei der Planung und Entscheidung darin, die gesamte Gemeinde, die Finanzen aber auch Zukunftsoptionen im Blick zu haben. Mehr Strom wird benötigt, steht jedoch noch nicht ausreichend aus Erneuerbaren Energien zur Verfügung, um von den fossilen Rohstoffen sowie lokal unabhängig zu sein. Stellen FFA somit eine Chance oder ein Problem dar?

Der Präsident vom Landesbauernverband Hendrik Wendorff sieht sich als Landwirt als Bestandteil der Lösung und würde, um auch in Zukunft Erträge zu sichern, sein Investment streuen: „…Von allem etwas machen: Lebensmittelproduktion, Energie produzieren, Naturschutz betreiben“.

Prof. Klaus Müller vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und dortiger Leiter des BMBF-Projekts SynAgri-PV bestätigt, dass die Landnutzung diversifiziert werden muss, um Nachhaltigkeitsprobleme in den Griff zu bekommen.

Abschließend fasste Prof. Klaus Müller den Antenne Stammtisch zusammen: „Wir brauchen solche Diskussionen, um intelligente Lösungen zu finden, wie wir diese knappe Ressource Boden möglichst im Hinblick auf die Realisierung von mehreren Zielen nutzen können – da ist Agri-PV ein interessanter Ansatz. Aber wir brauchen diese Diskussion vor Ort und zwar im Vorfeld von den konkreten Investitionsentscheidungen, damit die Kommunen sich entscheiden können, was sie wollen und wie sie es wollen“.

 

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