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Projektstart „FraxForFuture 2 (FraxRecovery)“

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​​​01.01.2026

Projektstart „FraxForFuture 2 (FraxRecovery)“

Mit einem zweitägigen Kick-off-Meeting an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) ist das Projekt FraxForFuture 2 (FraxRecovery) erfolgreich gestartet. Rund 35 Wissenschaftler:innen verschiedener Forschungseinrichtungen und Experten:innen aus der Forstpraxis und den Betrieben kamen vom 15. bis 16. Dezember 2025 in Göttingen zusammen, um den gemeinsamen Projektauftakt zu gestalten und die Weichen für die kommende Forschungsphase zu stellen. Das Auftakttreffen fand als Hybridveranstaltung mit nationalen und internationalen Teilnehmenden statt. Das ZALF ist mit einer Arbeitsgruppe beteiligt. 

Die Esche ist in Deutschland und ganz Mittel Europa durch eine ivasiven pilzlichen Schaderreger gefährdet. Dieer verbreitet sich insbesondere aufgrund der globalen Erwärmung. In dem Projekt-Konsortium FraxRecovery wird die ZALF-Arbeitsgruppe MicGeo aus bereits als protektiv einzuschätzenden Mikroorganismen, die von gesunden Eschenbäumen isoliert worden, diese in Feldversuchen anwenden. Dabei sollen Methoden zu deren stabiler Applikation und Wirksamkeit entwickelt werden. Ziel ist eine zuverlässige Anwendung dieser voruntersuchten protektiven Mikroorganismen als synthetische Community (SynCom). Die Anwendung dieser neuartigen SynCom kann dann im großen Maßstab den Ausbruch des schaderregenden Pilzes eindämmen bzw. im Sinne einer Vorsorge dessen Auftreten unterbinden. Zusammen mit anderen Maßnahmen, die Projektpartner entwickeln, u.a. die Auswahl besonderer robuster genetischen Eschen-varianten, soll so in Deutschland effektiv das Eschensterben aufgehalten werden. 

Auftakt in Göttingen 

Zum Auftakt begrüßten Dr. Ralf-Volker Nagel, Direktor der NW-FVA, sowie Gunnar Hirthe von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) die Teilnehmenden und hoben die Bedeutung des Projekts für die Zukunft der Esche in Deutschland hervor. Die Moderation des Treffens übernahm Dr. Gitta Langer (NW-FVA), Sprecherin des Gesamtprojekts.

Der erste Tag stand zunächst im Zeichen praktischer Einblicke: Die Teilnehmenden konnten zwischen einer Exkursion zu einem Eschen-Standort und einem Besuch im In-vitro-Labor der NW-FVA wählen. Beide Programmpunkte boten einen vertieften Blick in aktuelle Forschungsansätze zur Regeneration und Erhaltung der Esche.

Im Anschluss wurde der neu eingerichtete internationale wissenschaftliche Beirat vorgestellt, der das Projekt bei fachlichen und strategischen Fragen begleiten wird. Dieser besteht aus den folgenden Personen:

  • Prof. Dr. Martin Gossner, Gruppenleiter Waldgesundheit und biotische Interaktionen – Waldentomologie, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Schweiz;
  • DI Dr. Heino Konrad, Abteilungsleiter Ökologische Genetik am Fachinstitut für Waldbiodiversität & Naturschutz am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Österreich;
  • Prof. Dr. Lene Rostgaard Nielsen, Department of Geosciences and Natural Resource Management, Forest and Landscape Ecology der Universität Kopenhagen, Dänemark; 
  • Dr. Valentin Queloz, Gruppenleiter Einheit Waldgesundheit und biotische Interaktionen – Waldschutz Schweiz, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Schweiz;
  • Prof. Dr. Rimvydas Vasaitis, Dept. of Forest Mycology & Pathology,Swedish University of Agricultural Sciences (SLU), Schweden.

Ein zentrales Element des Kick-off-Meetings war die Präsentation der zehn Teilvorhaben von FraxRecovery. Die Projektpartner stellten ihre Forschungsansätze vor. Diese reichten von molekulargenetischen Begleituntersuchungen über In-vitro-Kultur-Vermehrung, Mikrobiom­optimierung, sowie Erhebungen des Schadgeschehens und der Biodiversität in Eschen­beständen bis hin zu waldbaulichen und praxisorientierten Fragestellungen. Es folgte eine Diskussionsrunde mit dem internationalen wissenschaftlichen Beirat, in der die geplanten Arbeiten fachlich eingeordnet wurden. 

Hintergrund:

Verursacht wird das Eschentriebsterben durch den invasiven Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus, auch bekannt als Falsches Weißes Stängelbecherchen. Seit dem Jahr 2002 breitet sich in Deutschland das Eschentriebsterben aus und hat zu einem deutlichen Rückgang der Gemeinen Esche geführt. 

Aufbauend auf den Erkenntnissen des von 2020 bis 2024 geförderten Projekts „FraxForFuture“ widmet sich „FraxForFuture 2 (FraxRecovery)“ der langfristigen Erhaltung der Esche. Erfolg­versprechende Methoden zur Wiedereinbringung der Gemeinen Esche sollen in diesem Folge­projekt weiterentwickelt und praxisnah umgesetzt werden. Die NW-FVA ist mit dem Teilvorhaben 1 „Wiedereinbringung toleranter Eschen in Waldökosysteme“ am Verbundprojekt beteiligt.

Förderhinweis:

Das Projekt FraxForFuture 2 wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ gefördert.

Weitere Informationen:

https://www.nw-fva.de/wir/aktuelles/pm-projektstart-fraxforfuture-2

 

Bildmaterial

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Teilnehmende des Kick-off-Meetings (Foto: Jan Schick)| Quelle: © ZALF.
Teilnehmende des Kick-off-Meetings (Foto: Jan Schick). Das Bild wurde mithilfe von Adobe Firefly von Hochformat in Querformat erweitert indem links und rechts unscharfe Elemente ergänzt wurden. Der erstellte Inhalt wurde vor dem Hintergrund der ZALF-KI-Guideline kritisch geprüft. | Quelle: © ZALF.
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