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Publikation: Wege, die biologische Vielfalt in Europa zu erhalten und wiederherzustellen

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​​​07.02.2024

#BioDivScen: Scenarios to navigate declining European biodiversity

Aktuelle wissenschaftliche Daten zeigen, dass die biologische Vielfalt in Europa einen Wendepunkt erreicht hat: In den letzten vier Jahrzehnten sind die Bestände der Feldvögel in Europa und die der Insekten deutlich zurückgegangen. Als Beitrag zur Verbesserung der Situation schlagen sieben Projekte des BiodivScen-Programms gemeinschaftliche und nachhaltige Lösungen vor. Das ZALF hat mit dem Projekt SALBES (Scenarios for Agricultural Landscapes' Biodiversity and Ecosystem Services) zu diesen Lösungen beigetragen.

Die sieben Projekte, die von Biodiversa+, der Europäischen Kommission und dem Belmont Forum kofinanziert werden, bieten Zukunftsszenarien für die Biodiversität, die die Zukunft der europäischen Ökosysteme untersuchen. Sie befassen sich mit wichtigen Themen wie Bestäubern, Zugvögeln, Meeres- und Bergbiodiversität.

Diese Biodiversitätsszenarien gehen über bloße Projektionen hinaus und liefern Einschätzungen politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, die sowohl wünschenswerte als auch besorgniserregende Zukunftsperspektiven aufzeigen. Sie sind ein zentrales Element bei der Entwicklung von Aktionsplänen und bieten einen wichtigen Fahrplan für die Navigation an der komplexen Schnittstelle zwischen menschlichen Aktivitäten und der Umwelt. Darüber hinaus adressieren die Projekte Wissenslücken, die von der zwischenstaatlichen Plattform für Biodiversität und Ökosystemleistungen (IPBES) identifiziert wurden, und werden voraussichtlich einen wichtigen Beitrag zu zukünftigen IPBES-Bewertungen leisten.

Das ZALF-Projekt SALBES unterstreicht die Bedeutung unterschiedlicher Landnutzungstypen und extensiver Bewirtschaftung für den Erhalt von Biodiversität und Ökosystemleistungen in verschiedenen europäischen Regionen. Die Ergebnisse des 2022 abgeschlossenen Projektes zeigen, dass eine nachhaltige und widerstandsfähige Landwirtschaft trotz möglicher kurzfristiger wirtschaftlicher Zielkonflikte eine gleichberechtigte Berücksichtigung von Ökosystemleistungen, Biodiversität und ökonomischen Ergebnissen erfordert.

Mit der kürzlichen Verabschiedung des globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming und Montreal, der Verpflichtung zur ehrgeizigen "EU-Biodiversitätsstrategie bis 2030" und der Vorbereitung der neuen EU-Naturschutzgesetzgebung sollen Szenarien die kollektiven Anstrengungen zur Wiederherstellung der Natur bis 2050 leiten. BiodivScen-Projekte tragen zu einem umfassenden Verständnis der Herausforderungen und Chancen der Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa bei und liefern wichtige Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger, Naturschützer und die Öffentlichkeit.

 

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© Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Müncheberg