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Wann ist landwirtschaftliche Bodennutzung nachhaltig?

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​​12.07.2021

Bodenbearbeitung durch einen Schlepper

Boden ist eine knappe Ressource, und die Art und Weise, wie wir sie nutzen, entscheidet darüber, ob die Produktivität der Böden langfristig gesichert werden kann. Im Rahmen des BonaRes-Projektes hat das ZALF eine Assessment Plattform entwickelt, die Werkzeuge für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verfügung stellt, um die Nachhaltigkeit von Bodenmanagementmaßnahmen zu bewerten. In einem neuen Video wird erklärt, wie die Plattform funktioniert.

„BonaRes“ steht für „Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie“. Dabei steht die nachhaltige Nutzung der knappen Ressource Boden im Vordergrund. Wie nachhaltig eine Bodenmanagementmaßnahme im Einzelfall tatsächlich ist, hängt jedoch von vielen Aspekten ab, zum Beispiel davon, wie sie sich auf die Nahrungsmittelversorgung, die Bereitstellung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen, oder den Charakter einer Kulturlandschaft auswirkt. Innerhalb von BonaRes entwickelt die Arbeitsgruppe „Folgenabschätzung von Landnutzungsänderungen“ am ZALF daher Werkzeuge, Richtlinien und Indikatoren zur Nachhaltigkeitsbewertung von Bodenmanagement.

Die bisherigen Ergebnisse wurden auf der Assessment Plattform zusammengestellt und gleichzeitig als Handbuch für bodenbezogene Folgenabschätzung veröffentlicht. Sowohl die Plattform als auch das Handbuch stellen Werkzeuge bereit, die Forscherinnen und Forschern helfen sollen, die Nachhaltigkeit verschiedener Optionen des Bodenmanagements zu bewerten. Die Plattform wird kontinuierlich weiterentwickelt, und auch eine zweite Ausgabe des Handbuchs ist vorgesehen.

Besonders relevant sind diese Werkzeuge in Hinblick auf die deutsche Bioökonomie-Strategie. Diese sieht vor, das derzeitige Wirtschaftssystem in ein System umzubauen, dass statt auf fossilen Ressourcen auf erneuerbaren Ressourcen basiert. Das bedeutet unter anderem, dass der Bedarf an pflanzlichen Rohstoffen für Nicht-Nahrungszwecke (beispielsweise für Textilien, Treibstoff oder Kunststoffe) steigen wird, und damit die Anforderung an die Böden, diese Ressourcen bereit zu stellen.

Weiterführende Informationen:

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© Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Müncheberg