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Luzerne: Wie der richtige Schnittzeitpunkt die Milchproduktion in Brandenburg verbessern kann

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02.07.2026​

PlanSmart Team

Neue Studie zeigt: Hochwertiges Futter vom eigenen Betrieb kann den Kraftfuttereinsatz deutlich reduzieren.

​Der Zeitpunkt der Luzerneernte kann entscheidend dafür sein, wie viel Kraftfutter Milchviehbetriebe zukaufen müssen. Das zeigt eine neue Studie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), die im Fachjournal Agricultural Systems veröffentlicht wurde. Die Forschenden untersuchten mit dem Optimierungsmodell FarmDyn, wie sich unterschiedliche Erntezeitpunkte auf Futterqualität, Kraftfutterbedarf und Betriebsgewinn eines typischen Milchviehbetriebs in Brandenburg auswirken.​

Kraftfuttermittel wie Soja- oder Rapsschrot verursachen hohe Kosten und machen Betriebe anfällig für Preisschwankungen. Gleichzeitig besteht in Deutschland weiterhin eine Versorgungslücke bei Eiweißfuttermitteln. Luzerne könnte helfen, diese Abhängigkeit zu verringern. Die Leguminose gedeiht gut auf den sandigen Böden Brandenburgs, bindet Stickstoff aus der Luft und kommt dank ihrer tiefen Wurzeln vergleichsweise gut mit Trockenheit zurecht.​

Die Studie vergleicht drei Bewirtschaftungsstrategien für einen typischen Brandenburger Milchviehbetrieb mit 172 Milchkühen und 222 Hektar Ackerfläche: einen Betrieb ohne Luzerne, einen Betrieb mit praxisüblichem Luzerneanbau mit Schnitt zur Blüte sowie einen Betrieb mit hochwertigem Luzerneanbau mit frühzeitigem Schnitt bei 50 cm Wuchshöhe.

Hochwertige Luzerne ersetzt teures Kraftfutter

Das Ergebnis: Hochwertige Luzerne erhöhte den Betriebsgewinn um 24 Prozent und senkte die Kosten für zugekauftes Kraftfutter um 56 Prozent. Bei einer Ernte erst zur Blüte stieg der Gewinn dagegen nur um vier Prozent. Der Grund: Früh geerntete Luzerne enthält mehr Eiweiß und Energie und kann deshalb einen größeren Teil des Kraftfutters ersetzen. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Qualität der Luzerne wichtiger ist als die reine Erntemenge. Wer zum richtigen Zeitpunkt erntet, kann große Mengen Kraftfutter ersetzen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Betriebs verbessern“, sagt der Agrarökonom Anatol Thös (MSc) vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

​Mehr Aufwand – aber auch mehr Nutzen

Der frühe Schnitt erfordert allerdings mehr Arbeit. Vier Ernten zwischen Mai und August erhöhten den Arbeitsaufwand im Sommer im Modell um durchschnittlich 44 Prozent. Dennoch überwogen die wirtschaftlichen Vorteile deutlich.​

Eine Analyse mit 1.000 Modellläufen zeigte zudem, dass die Luzernequalität den stärksten Einfluss auf die Kraftfutterkosten hat. Sinkt die Qualität durch verspätete Ernte oder Trockenstress, gehen die wirtschaftlichen Vorteile schnell verloren. Ein gutes Erntemanagement ist deshalb entscheidend.​​

Die Forschenden sehen darüber hinaus weitere Vorteile: Luzerne verbessert die Bodenstruktur, fördert die biologische Vielfalt und kann den Bedarf an mineralischem Stickstoffdünger verringern. Künftig sollen zudem alternative Nutzungsmöglichkeiten für Luzerneschnitte mit geringerer Futterqualität untersucht werden, etwa in Biogasanlagen.​

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Weitere Informationen:​​

Hinweis zum Text:​

Dies ist eine mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellte Zusammenfassung des Originaltextes:​

Thös, A., Schuler, J., Kokemohr, L., Zander, P., Gutser, K., Uthes, S., Hosseini-Yekani, S.-A., Aurbacher, J. (2026): Harvest timing as a key lever for improvement of alfalfa-based feeding systems: A bio-economic analysis for a Brandenburg dairy farm. Agricultural Systems 237, 104774.​​

DOI: https://doi.org/10.1016/j.agsy.2026.104774​​ ​

Veröffentlicht Open Access.​

Der Text wurde unter den Gesichtspunkten der KI-Regelungen am ZALF sorgfältig überprüft und überarbeitet.​​

Förderhinweis

Die Studie entstand im Verbundprojekt MEFAP und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 03WIR3021D gefördert.​s

Projektpartner​​​ ​

  • ​Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) ​
  • Ruralis – Institute for Rural and Regional Research, Norwegen ​
  • ​​Justus-Liebig-Universität Gießen ​


 

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Der Zeitpunkt der Luzerneernte kann entscheidend dafür sein, wie viel Kraftfutter Milchviehbetriebe zukaufen müssen. Das zeigt eine neue Studie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), die im Fachjournal Agricultural Systems veröffentlicht wurde. Bild  © Darla Hueske / unsplash
Der Zeitpunkt der Luzerneernte kann entscheidend dafür sein, wie viel Kraftfutter Milchviehbetriebe zukaufen müssen. Das zeigt eine neue Studie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), die im Fachjournal Agricultural Systems veröffentlicht wurde. Bild © Darla Hueske / unsplash
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