10.06.2026

Veronika Strauss nahm an der 6th ESP Europe Conference in Prag teil und präsentierte dort ihren Vortrag “From outputs to interdependencies: integrating ecosystem service networks and agroecological perspectives for sustainability-oriented assessments”. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie systemische Analysen dazu beitragen können, strukturelle Abhängigkeiten und Lock-in-Effekte in Agrarlandschaften sichtbar zu machen.
Dabei argumentierte Strauss dafür, Verantwortung für nicht-nachhaltige Entwicklungen nicht einseitig landwirtschaftlichen Betrieben zuzuschreiben, sondern die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen stärker in den Blick zu nehmen. Nachhaltige Landnutzungsmaßnahmen erforderten kollektive Verantwortung und gemeinsame Anstrengungen.
Die Konferenz brachte Forschende aus ganz Europa sowie Vertreter*innen von NGOs, Verlagen und lokalen Kunstinitiativen zusammen. Diskutiert wurden unter anderem neue methodische Ansätze zur Erfassung kultureller Ökosystemleistungen, etwa mithilfe sozialer Medien oder fotografischer Methoden. Viele Beiträge thematisierten zudem die Rolle der Wissenschaft in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Ungleichheiten und autokratischer Entwicklungen sowie die Bedeutung wissenschaftlicher Kommunikation für gesellschaftlichen Wandel.