14.07.2026

Beatrice Walthall hat am 01.07.2026 als Doktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen. Ihre Arbeit mit dem Thema „Transformative Food System Governance: Aligning Principles, Tools, and Processes for Systemic Change in the Berlin-Brandenburg Region“ wurde mit “magna cum laude” bewertet.
Diese Promotion wurde an der HU Berlin von Prof. Dr. Peter Feindt und am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung von Dr. Annette Piorr betreut. Die Promotionskommission wurde von Prof. Dr. Marcel Robischon (HU Berlin) geleitet, Gutachter waren Prof. Dr. Peter Feindt (HU Berlin) und Prof. Dr. Ulrich Schmutz (Coventry University, UK) und Dr. Ina Säumel (HU Berlin). Dr. Susanna Hönle (HU Berlin) und Dr. Annette Piorr (ZALF) waren weitere Mitglieder der Prüfungskommission.
Beatrice Walthall arbeitet seit Anfang 2020 in der ZALF- Arbeitsgruppe „Landnutzungsentscheidungen im Raum- und Systemkontext“. Im EU- Projekt „FOODSHIFT2030“ befasste sie sich insbesondere mit der Entwicklung und Begleitung der Umsetzung von Stadternährungsstrategien in Multi-Akteursprozessen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten standen die Fragen: Wie lässt sich ein ganzheitliches, regionales Ernährungssystem entwickeln und schrittweise in die Praxis umsetzen? Welche politischen Rahmenbedingungen, Maßnahmen und Formen der Zusammenarbeit (Governance) sind nötig, um diesen Wandel erfolgreich zu unterstützen?
Im Rahmen ihrer Dissertation entwickelte Frau Walthall einen ganzheitlichen Ansatz, der wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anwendungen verbindet. Dazu analysierte sie Diskurse zur agrarökologischen Transformation, formulierte konzeptionelle und methodische Empfehlungen und entwickelte interaktive Planungstools, die gemeinsam mit Praxispartnern in der Region Berlin-Brandenburg erprobt und bewertet wurden. Die Arbeit trägt insbesondere zur laufenden Diskussion über transformative Governance von Ernährungssystemen bei, indem sie:
- Theorien der Governance mit praxisnahen Experimenten verbindet, um sowohl akademische als auch politische Kontexte zu informieren;
- ein dynamisches und anpassungsfähiges Rahmenwerk entwickelt, das die Komplexität von Ernährungssystemen und sich wandelnde Governance-Anforderungen widerspiegelt;
- zentrale Transformationsphasen von der Problemdefinition bis zur Institutionalisierung abbildet und strategische Governance-Maßnahmen darauf abstimmt sowie
- handlungsorientierte Einblicke und Instrumente für politische Entscheidungsträger:innen und Praktiker:innen in Stadt-Umland-Regionen liefert.