20.02.2026

Am 11. Februar hatte das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) die Ehre, Prof. Dr. Pablo Tittonell, einen der weltweit führenden Experten für Agrarökologie, als Gastdozenten begrüßen zu dürfen.
In seinem Vortrag untersuchte Prof. Dr. Tittonell die kritische Schnittstelle zwischen Agrarökologie und Transdisziplinarität und legte überzeugend dar, warum die Integration verschiedener Wissenssysteme nicht nur vorteilhaft, sondern für die systemische Transformation unserer Ernährungssysteme unerlässlich ist.
Auf der Grundlage jahrzehntelanger Feldforschung in den Niederlanden, Deutschland, Argentinien, Brasilien und Kolumbien bot er reichhaltige Einblicke in die Ausweitung agrarökologischer Ansätze. Sein zentrales Argument: Damit die Agrarökologie über Nischenanwendungen hinausgeht und eine echte Wirkung auf Landschaftsebene erzielt, muss die Forschung traditionelle Disziplingrenzen überschreiten und ökologische Strenge mit sozioökonomischen Strategien verbinden, die lokale Produzenten und ihre Realitäten in den Mittelpunkt stellen.
Der Vortrag zog ein vollbesetztes Publikum aus ZALF-Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie externen Expertinnen und Experten an, und löste lebhafte Diskussionen und neue Ideen für die Zusammenarbeit aus.
Diese Veranstaltung wurde von der Arbeitsgruppe „Entwicklungsorientierte internationale Agrarforschung“ (DIA) organisiert.