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Von Methanfressern und -bildnern: Wie kleine Senken im Boden das Klima beeinflussen können

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​​​16.07.2026

Kleine Senken in der Landschaft, sogenannte Sölle, können klimaschädliches Methan freisetzen.

Kleine, oft unscheinbare Senken in der Landschaft, sogenannte Sölle, können erhebliche Mengen des klimaschädlichen Gases Methan freisetzen. Doch wie viel Methan tatsächlich entsteht, hängt von Mikroben und winzigen Unterschieden im Boden ab. Eine neue Studie, die im Fachjournal Geoderma veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Mikroorganismen, die Methan produzieren oder abbauen, in diesen Senken sehr unterschiedlich verteilt sind. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) war maßgeblich an der Untersuchung beteiligt.

Sölle (auch Kesselmoore oder Toteislöcher genannt) sind kleine, muldenförmige Vertiefungen in der Landschaft, durch die letzte Eiszeit entstanden sind. Sie sind häufig von Äckern umgeben und sind natürliche Feuchtgebiete, die sich durch Regen mit Wasser füllen, aber durch den Klimawandel immer häufiger und länger trockenfallen.

Methan ist ein starkes Treibhausgas, das etwa 28-mal wirksamer ist als Kohlendioxid. Es entsteht auf natürliche Art, wenn spezielle Mikroorganismen – sogenannte Methanbildner – organisches Material in sauerstoffarmen Böden zersetzen. Doch es gibt auch Mikroben, die Methan wieder abbauen: die Methanfresser, die Sauerstoff brauchen. Beide Gruppen leben in Söllen, die mal austrocknen, mal überflutet werden. Die Bedingungen im Boden variieren dabei ebenfalls von Stelle zu Stelle, was die Vorhersage der Methanfreisetzung erschwert.

Die Forscherinnen und Forscher untersuchten drei verschiedene Sölle in Brandenburg. Dabei zeigte sich, dass die Verteilung der Methanbildner und Methanfresser stark von der Bodenstruktur (den sogenannten Bodenhorizonten) abhängt. Selbst innerhalb eines einzigen Solls gab es deutliche Unterschiede: Methanbildner fanden sich besonders im Torf und variierten mit der Pflanzenzusammensetzung der Sölle. Methanfresser zeigten verschiedene Bodenhorizont-abhängige Muster zwischen den Söllen. 

Warum kleine Unterschiede große Folgen haben 

Die Studie macht deutlich, dass sich das Vorkommen von Methanfressern und -bildnern in Söllen nicht einfach verallgemeinern lassen, auch wenn diese Sölle sich in Typ und Wasserstand ähneln.

„Diese kleinen Senken können Hotspots für Methan sein. Aber ihre tatsächliche Wirkung auf das Klima ist schwer vorherzusagen, weil die Bedingungen im Boden so sehr variieren“, erklärt Danica Kynast, Erstautorin der Studie und Wissenschaftlerin am ZALF. 

Die Forscherinnen und Forscher analysierten nicht nur die Menge der Mikroben, sondern auch ihre Artenvielfalt. Dabei zeigte sich, dass die verschiedenen Bodenhorizonte einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung der Mikrobengemeinschaften haben. So waren beispielsweise bestimmte Methanbildner, die Sauerstoff tolerieren können, besonders in den oberen Bodenschichten zu finden.

Was bedeutet das für den Klimaschutz? 

Sölle kommen in einigen globalen Regionen sehr häufig vor und können einen erheblichen Beitrag zum Methanhaushalt leisten. Die Studie zeigt, dass es nicht ausreicht, nur die Größe oder den Typ eines Solls zu kennen, um seine Methanemissionen abzuschätzen. Vielmehr müssen die Bodenstruktur und die dort lebenden Mikroben genau untersucht werden, um ihre Rolle im Klimasystem besser zu verstehen.

Die Ergebnisse der Studie sind ein wichtiger Schritt, um die Bedeutung von Söllen für das Klima zu erforschen. Doch dafür sind noch mehr Untersuchungen nötig: Wie verändern sich die Mikrobengemeinschaften über längere Zeiträume, etwa durch Änderungen des Wasserstands der Sölle oder unterschiedliche Bewirtschaftung der umliegenden Äcker? Diese Fragen müssen in zukünftigen Studien geklärt werden.

Weitere Informationen:

DOI-Link zur Originalpublikation: https://doi.org/10.1016/j.geoderma.2026.117872

Hinweis zum Text: 

Dies ist eine mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellte Zusammenfassung des Originaltextes: Danica Kynast, Lisa Kastenholz, Alexandre Arrivabene, et al. (2026). Methanotrophs and methanogens are differently affected by small-scale heterogeneities in transiently flooded kettle holes. Geoderma, 471, 117872. https://doi.org/10.1016/j.geoderma.2026.117872, veröffentlicht Open Access unter der Lizenz CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.

Der Text wurde unter den Gesichtspunkten der KI-Regelungen am ZALF sorgfältig überprüft und überarbeitet.

Förderhinweis 

Die Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Projekts MeDKet (Fördernummer 465808595) gefördert.

Projektpartner

  • Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Müncheberg
  • Universität Bonn

 

Bildmaterial

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Kleine Senken in der Landschaft, sogenannte Sölle, können klimaschädliches Methan freisetzen. Wie viel Methan tatsächlich in diesen Feuchtgebieten entsteht, hängt von Mikroben und winzigen Unterschieden im Boden ab. 
| Quelle: © Danica Kynast / ZALF.
Kleine Senken in der Landschaft, sogenannte Sölle, können klimaschädliches Methan freisetzen. Wie viel Methan tatsächlich in diesen Feuchtgebieten entsteht, hängt von Mikroben und winzigen Unterschieden im Boden ab. | Quelle: © Danica Kynast / ZALF."
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