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Ohne Chemie gegen die Sanddornfruchtfliege

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​​​17.08.2018

​Pressemitteilung

Sanddornfruchtfliege

Mit der Übergabe des Zuwendungsbescheids durch Brandenburgs Agrar-Staatssekretärin Dr. Carolin Schilde im August 2018 kann das Projekt MoPlaSa beginnen. Darin arbeitet das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. gemeinsam mit weiteren Partnern an einer nicht-chemischen Pflanzenschutzstrategie gegen die Sanddornfruchtfliege. Das Projekt wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) mit insgesamt 1,17 Millionen Euro gefördert.​

Der Anbau von Sanddorn nimmt im Land Brandenburg 370 Hektar Fläche ein. Bei Obst ist das nach Äpfeln und Süßkirschen die drittgrößte Anbaufläche. Seit einigen Jahren verursacht allerdings die Sanddornfruchtfliege (Rhagoletis batava ) zum Teil massive Ertragsausfälle in den Beständen. Betroffen sind sowohl integriert als auch nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftete Sanddornanlagen. Für letztere kommen chemische Bekämpfungsmethoden jedoch nicht in Frage. 

Das ZALF wird in den nächsten vier Jahren gemeinsam mit einem Konsortium aus Anbauern, Behörden, Forschungseinrichtungen und Firmen verschiedene Bekämpfungsmodule untersuchen und zu einer Gesamtstrategie nach dem Baukastenprinzip zusammenfügen. Das Spektrum der Maßnahmen reicht von Fallen, mechanischen Bodenbearbeitungen, Barrieren, Makro- und Mikroorganismen bis hin zum Einsatz mobiler Hühnerhaltung und der Betrachtung der Sortenanfälligkeit. 

In dem Projekt MoPlaSa soll eine Pflanzenschutzstrategie entwickelt werden, die allen Sanddornanbaubetrieben Bausteine für die Bekämpfung an die Hand gibt. Dabei werden sowohl die Produktionsbedingungen (ökologisch, integriert) als auch die Anbauweise (extensiv, intensiv) berücksichtigt. Ein Handbuch sowie Kurzvideos werden die Empfehlungen praxisorientiert zusammenfassen.​ 


Förderhinweis:
Die EIP-Projekte werden von Praktikern, Wissenschaftlern, Beratern, Unternehmen sowie Verbänden und Vereinen in Netzwerken umgesetzt. Für das Programm werden von der Europäischen Kommission im Rahmen des Agrarfonds ELER Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Forschung und Wertschöpfung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Dafür stehen im Land Brandenburg bis 2020 25,6 Millionen Euro zur Verfügung. Zur Organisation der Projekte gründen Landwirte, Wissenschaftler und andere Akteure „Operationelle Gruppen“. Die Landwirte übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Ihre Probleme bestimmen die Forschungsagenda. Sie sind gleichzeitig Akteure im Prozess der Lösungsfindung und auch die ersten Nutzer der zu erwartenden Ergebnisse.


Operationelle Partner:

  • agrathaer GmbH
  • e-nema GmbH
  • Forst Schneebecke
  • Gut Schmerwitz GmbH & Co.KG
  • Havelfrucht Werder GmbH
  • Humboldt-Universität zu Berlin
  • Internationale Geotextil GmbH (IGG)

Assoziierte Partner:

  • Biohof Glindow GbR
  • Pflanzenschutzdienst Brandenburg
  • Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern
  • Sanddorn e. V.
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Pressemitteilung im PDF-Formatnew tab icon

 

Infomaterial und weiterführende Informationen:

 

Bildmaterial

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Seit einigen Jahren verursacht die Sanddornfruchtfliege (Rhagoletis batava ) zum Teil massive Ertragsausfälle. | Quelle: © Sandra Lerche. | ZALF.
Bildunterschrift: Seit einigen Jahren verursacht die Sanddornfruchtfliege (Rhagoletis batava ) zum Teil massive Ertragsausfälle. | Quelle: © Sandra Lerche.

 

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© Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Müncheberg