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Konferenz in Berlin stellt neue Konzepte für eine nachhaltige Landnutzung vor: Land – eine kostbare Ressource

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Pressemitteilung

Soja- und Lupinen-Feldtag am 21. Juli 2016

Land ist lebenswichtig. Als Lebensraum, Wirtschaftsgut und Teil unserer Kultur. Land steht aber auch im Zentrum von Verteilungskonflikten zwischen Landwirtschaft, Energieversorgung, (Wohnungs)Wirtschaft, Tourismus oder Verkehr. Um Lösungen für einen verantwortungsvollen, vorausschauenden Umgang mit der Ressource Land zu finden, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2020 neun Wissenschafts-Praxis-Teams mit der Fördermaßnahme „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“. Am  4. und 5. Dezember 2017 haben sich jetzt mehr als 150 Teilnehmende in Berlin getroffen. Auf der Konferenz wurden erste Ergebnisse vorgestellt und die Lösungen mit Vorbildcharakter für Regionen in ganz Deutschland mithilfe einer interaktiven Landkarte erlebbar gemacht.  Die Online-„Plattform Innovationslandschaft“ ist ab sofort unter www.innovationsgruppen.de abrufbar.

Die Innovationsgruppen betreiben umsetzungsorientierte Forschung und machen den Innovationsprozess selbst zum Forschungsthema: „Jede Innovationsgruppe – das ist charakteristisch für alle neun Projekte – interessiert sich nicht nur für die Einzellösung vor Ort, sondern auch dafür, welche Einzelschritte zum Erfolg führen, wie nachhaltig eine Lösung ist und wie sie sich auf andere Regionen und Problemstellungen übertragen lässt“, erläutert Dr. Susanne Schön vom inter 3 Institut für Ressourcenmanagement das Vorgehen im Rahmen des Innovationsmanagements. Das Ziel: Pilotregionen, die beispielhaft erfolgversprechende Nutzungskonzepte für regionalspezifische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Land umsetzen – über das Projektende hinaus.

Die neun Innovationsgruppen sind zudem Nachwuchsgruppen für die transdisziplinäre Forschung. „Junge, hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten dabei eng mit Akteuren aus der kommunalen Verwaltung, Wirtschaft und der Bürgerschaft vor Ort zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, sagt Nadin Gaasch vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Transdisziplinarität heißt das im Fachjargon und hebt die Innovationsgruppen von vielen anderen Forschungsvorhaben ab. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. leitet gemeinsam mit dem inter 3 Institut für Ressourcenmanagement das wissenschaftliche Begleitvorhaben zur Fördermaßnahme.

Auf der Konferenz trafen sich die Innovationsgruppen nun mit ihren Ideen und Erfahrungen zum Austausch. In drei Themenblöcken stellten Vertreterinnen und Vertreter der Innovationsgruppen anschließend ihre Zwischenergebnisse vor: 

  • Im Schwerpunkt „Stadt-Land-Beziehungen“ wurden Vorschläge für gelingende Stadt-Land-Beziehungen vorgestellt, zum Beispiel beim gemeinsamen Erhalt von Kulturlandschaften oder dem Umbau der regionalen Daseinsvorsorge.

  • Im Schwerpunkt „Regionale Energiewende gestalten“ standen Lösungsansätze für eine flächenschonende Umsetzung der Energiewende vor Ort im Zentrum.

  • Im Schwerpunkt „Innovative Landnutzungsformate umsetzen“ lag der Fokus auf  Konzepten, mit denen sich Flächen zum Beispiel für Energieerzeugung und Landwirtschaft gleichzeitig nutzen lassen.

Die Konferenz im Tagungswerk „Jerusalemkirche“ in der Berliner Lindenstraße war mit gut 150 Gästen sehr gut besucht. Da die Innovationsgruppen explizit umsetzungsorientiert forschen, waren besonders aus der Land- und Energiewirtschaft, aus Kommunalverwaltungen, Planungsverbänden und Umweltbehörden zahlreiche Teilnehmende erschienen. Ihrem Interesse an einem ressort- und regionsübergreifenden fachlichen Austausch bot die Konferenz viel Raum. Um diesen Dialog und den Dialog mit der Gesellschaft fortführen und verbreitern zu können, startete heute die „Plattform Innovationslandschaft“, auf der jede Innovationsgruppe und ihre Lösungsansätze anschaulich vorgestellt werden: www.innovationsgruppen.de.

Förderhinweis:

Die Fördermaßnahme „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“ liefert Beiträge zur „Leitinitiative Zukunftsstadt“ und zur „Leitinitiative Energiewende“ im BMBF-Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3)“. Seit 2014 fördert das BMBF damit neun Innovationsgruppen, die in drei Schwerpunktthemen an anwendungsorientierten Lösungen arbeiten: An einer integrierten Stadt-Land-Entwicklung in den Bereichen Kulturlandschaften und Daseinsvorsorge; im Schwerpunkt „Regionale Energiewende“ sowie im Schwerpunkt „Innovative Landnutzungsformen“. Darüber hinaus ermöglicht die Maßnahme den Mitgliedern der Innovationsgruppen, sich zusätzlich in Innovationsforschung und Innovationsmanagement zu qualifizieren. Bis 2020 werden die Innovationsgruppen und das Begleitvorhaben mit insgesamt 30 Millionen Euro gefördert.

Pressemitteilung im PDF-Formatnew tab icon

 

Weiterführende Informationen:

Die 9 Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement:

 Zur "Plattform Innovationslandschaf": www.innovationsgruppen.de

Bildmaterial

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Die neue Online-„Plattform Innovationslandschaft“ vermittelt die Motivationen, Ziele und Zwischenergebnisse der Innovationsgruppen. | © knickdesign GbR
Bildunterschrift: Die neue Online-„Plattform Innovationslandschaft“ vermittelt die Motivationen, Ziele und Zwischenergebnisse der Innovationsgruppen. | © knickdesign GbR.
Auf der Konferenz wurden erste Ergebnisse sowie Lösungen mit Vorbildcharakter für Regionen in ganz Deutschland vorgestellt. Quelle: © Hendrik Schneider / ZALF.
Bildunterschrift: Auf der Konferenz wurden erste Ergebnisse sowie Lösungen mit Vorbildcharakter für Regionen in ganz Deutschland vorgestellt. Quelle: © Hendrik Schneider / ZALF.

 


 

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