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Wiederbelebung des Leguminosenanbaus: Dr. Moritz Reckling erhält den Forschungspreis der Stadt Müncheberg

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14.08.2019

Pressemitteilung

Verleihung des Förderpreises der Stadt Müncheberg: Dr. Angelika Wurbs, Prof. Klaus Müller, Prof. Monika Frielinghaus, Dr. Johann Bachinger, der Preisträger Dr. Moritz Reckling, Dr. Michelle Bonatti, Dr. Uta Barkusky und Dr. Ralf Dannowski(v.l.).

Am 14. August 2019 wurde der Forschungspreis der Stadt Müncheberg an Dr. Moritz Reckling, Pflanzenbauwissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., verliehen. In seiner prämierten Doktorarbeit behandelt er ein für die Landwirtschaft hochaktuelles Thema: die Wiederbelebung des Leguminosenanbaus in Europa. Der mit 500 Euro dotierte Preis wurde von der Müncheberger Bürgermeisterin, Dr. Uta Barkusky, übergeben.

Leguminosen, wie Sojabohnen und Lupinen, liefern hochwertiges Eiweiß für die menschliche Ernährung sowie für Tierfutter. Das große Potential der Pflanzenfamilie liegt aber in ihrer positiven Umweltwirkung: Ihr Anbau fördert den Aufbau von fruchtbarem Humus im Boden, reduziert Treibhausgase und erhöht die Vielfalt von Agrarlandschaften. Leguminosen bieten sich daher besonders in einer Fruchtfolge mit weiteren Fruchtarten wie Weizen oder Mais an. Eine weitere Besonderheit steckt in kleinen Knöllchen an ihren Wurzeln. Dort leben Bodenbakterien, sogenannte Rhizobien. Sie gehen eine Symbiose mit den Pflanzen ein und wandeln Stickstoff aus der Luft in Stoffe um, die für das Pflanzenwachstum dringend benötigt werden. Als „Gegenleistung“ erhalten die Bakterien lebenswichtige organische Stoffe. Stirbt die Pflanze nach der Ernte ab, wird der Stickstoff aus den Ernteresten im Boden angereichert und kann nachfolgenden Pflanzen als natürlicher Dünger dienen.

„Obwohl die globale Nachfrage nach eiweißhaltigen Pflanzen steigt, ist der Anbau von Leguminosen mit gerade mal 2 % der Ackerfläche in Europa noch nicht sehr weit verbreitet“, erklärt der Preisträger Dr. Moritz Reckling. „Grund dafür ist, dass ihr Anbau von vielen immer noch als unprofitabel und riskant eingeschätzt wird.“ Daher wird etwa 70 % des Eiweißbedarfes durch importierte Sojabohnen aus Nord- und Südamerika gedeckt. In seiner Doktorarbeit suchte er nach Lösungen, den Anbau auch in Europa attraktiver zu machen. Dazu entwickelte er Methoden, um die ökonomischen und ökologischen Effekte des Leguminosenanbaus und deren Produktionsrisiken in der europäischen Landwirtschaft zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass Leguminosen sowohl ökologisch als auch ökonomisch eine Alternative zu etablierten Feldfrüchten sein können.

 

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Verleihung des Förderpreises der Stadt Müncheberg: Dr. Angelika Wurbs, Prof. Klaus Müller, Prof. Monika Frielinghaus, Dr. Johann Bachinger, der Preisträger Dr. Moritz Reckling, Dr. Michelle Bonatti, Dr. Uta Barkusky und Dr. Ralf Dannowski (v.l.). | Quelle: © Julia Lidauer / ZALF.
Verleihung des Förderpreises der Stadt Müncheberg: Dr. Angelika Wurbs, Prof. Klaus Müller,
Prof. Monika Frielinghaus, Dr. Johann Bachinger, der Preisträger Dr. Moritz Reckling, Dr. Michelle Bonatti, Dr. Uta Barkusky und Dr. Ralf Dannowski (v.l.). : Quelle: © Julia Lidauer / ZALF.

 

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