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Abwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung

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LWH

Rahmenbedingungen für die umweltgerechte Nutzung von behandeltem Abwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung

Wolfgang Seis1, Boris Lesjean1 Sebastian Maassen2, Dagmar Balla2,  Rita Hochstrat3, Bernhard  Düppenbecker4

1Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH, Berlin, 2 Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., Müncheberg, 3 Fachhochschule Nordwestschweiz, Mutenz, Schweiz, 4 Technische Universität Darmstadt, Institut IWAR, Darmstadt

broschuere.pngBehandeltes Abwasser stellt bereits in vielen südeuropäischen und ariden Ländern eine wichtige Wasserquelle für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen dar. Der „EU-Blueprint für den Schutz der Europäischen Wasserressourcen" sieht aber den Mangel an gemeinsamen EU-Umwelt- und Gesundheitsstandards als Problem, das auf EU-Ebene geregelt werden sollte. Im Rahmen eines UFOPLAN-Projektes des Umweltbundesamtes wurden die Rahmenbedingungen für die umweltgerechte Nutzung von aufbereitetem Abwasser zur landwirtschaftlichen Bewässerung für Deutschland aufgezeigt. Zunächst bestand die Grundfrage, ob in Deutschland überhaupt ein mengenmäßiger Bedarf an behandeltem Abwasser für die landwirtschaftliche Bewässerung besteht, insbesondere dann, wenn die aus dem Grundwasser entnehmbaren Wassermengen begrenzt sind. Für die Quantifizierung der nutzbaren Grundwasservorkommen, des landwirtschaftlichen Bewässerungsbedarfes sowie der Menge des behandelten Abwassers wurden verschiedene GIS-basierte Datengrundlagen verwendet. Es zeigte sich, dass in einigen Regionen Deutschlands ein hoher Bewässerungsbedarf besteht und in Zukunft zunehmen wird, der jedoch meist aus den vorhandenen Wasserressourcen gedeckt werden kann. In einigen vereinzelten Landkreisen (z.B. in der Lüneburger Heide und im Oberrheinischen Tiefland) wäre eine Verbesserung des mengenmäßigen Grundwasserzustandes durch Zusatzbewässerung mit behandeltem Abwasser denkbar.

Rechtliche, administrative, infrastrukturelle Aspekte werden beleuchtet. Von besonderer Bedeutung sind hygienische und stoffliche Risiken für die Schutzgüter „Menschliche Gesundheit, Pflanze, Boden und Grundwasser". Mögliche verfahrenstechnische Voraussetzungen für die Abwasserbehandlung werden aufgezeigt.

Dem Einsatz von behandeltem Abwasser sollten immer eine Abwägung alternativer Maßnahmen zur Effizienzerhöhung der Wassernutzung (z.B. technische und pflanzenbauliche Maßnahmen) sowie eine Akzeptanzanalyse der beteiligten Akteure vorausgehen. Weitere Maßnahmen zur Schaffung eines rechtlichen Rahmens werden empfohlen.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_34_2016_rahmenbedingungen_fuer_die_umweltgerechte_nutzung_von_behandeltem_abwasser_0.pdf

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