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Der Strukturwandel in der Landwirtschaft führt dazu, dass Landwirte
umfangreichere und vielfach weiter auseinander liegende Flächen bewirtschaften
müssen. Zukunftsorientierte Gemeindeverbindungswege müssen den Anforderungen
moderner Maschinen entsprechen, ein möglichst konfliktfreies Miteinander mit
nichtlandwirtschaftlichen Nutzern ermöglichen und durchgängige Transport- und
Erschließungsangebote sicherstellen.
Da der Bau von Wirtschaftswegen aus wirtschaftlichen Erwägungen, aber auch aus
Gründen des Eingriffs in Natur und Landschaft, auf den unbedingt notwendigen
Umfang zu begrenzen ist, sind überall in Deutschland Planungen für
gebietsübergreifende Wegenetze erforderlich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
Fördermittel nur in sehr begrenztem Umfang zur Verfügung stehen und Gemeinden
kaum noch in der Lage sind, Wege ohne Fördermittel zu bauen und zu unterhalten.
Für zukünftige Wegenetze gilt: Regionales Denken, Aktivieren eigener Kräfte,
integrierte Entwicklungskonzepte und neue Verantwortungsgemeinschaften sind
erforderlich, um strukturelle und funktionale Veränderungen in Landwirtschaft
und Gemeinden zu steuern.
Mit ihrer 32. Bundestagung "Wege in die Zukunft! - Neue Anforderungen an
ländliche Infrastrukturen", will die Deutsche Landeskulturgesellschaft -
zusammen mit einer Vielzahl regionaler und bundesweiter Partner - die
Herausforderungen und Chancen der ländlichen Infrastrukturen mit den
Tagungsteilnehmern in mehreren Workshops erörtern. Durch ein breites Spektrum an
Vorträgen aus unterschiedlichen Bundesländern sollen wissenschaftliche
Grundlagen und administrative Rahmenbedingungen diskutiert sowie Denkanstöße und
Lösungsvorschläge zu den Themen gegeben werden.
Karl-Heinz Thiemann
Vorsitzender der DLKG
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