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Aufgegebene landwirtschaftliche Betriebe, leer stehende Häuser, für immer
geschlossene Nahversorgungs- und Infrastruktureinrichtungen, Überalterung sowie
ein teilweise sehr großer Bevölkerungsrückgang - das sind immer öfter Realitäten
in den Dörfern Deutschlands, auf die es zu reagieren gilt.
Schon jetzt zeigt sich, dass insbesondere die peripheren ländlichen Räume von
den Folgen der demographischen Entwicklung sowie vom wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Strukturwandel besonders betroffen sind. Aber zunehmend
bleiben auch ländliche Gebiete im Umkreis städtischer Verdichtungsräume vom
schleichenden Funktions- und Vitalitätsverlust nicht verschont. Doch trotz der
schwierigen Rahmenbedingungen zeigen immer wieder Dörfer und Gemeinden aus allen
Teilen Deutschlands, dass im erwarteten oder laufenden Strukturwandel auch eine
Chance stecken kann, die es zu nutzen gilt.
Denken und Handeln mit regionalen Bezügen, Aktivierung der Eigenkräfte,
interkommunale Zusammenarbeit und integrierte Entwicklungskonzepte, Aufbau von
Netzwerken und Wertschöpfungsketten, neue Verantwortungsgemeinschaften zwischen
Bürgern, Politik und Verwaltung und die aktive Mitwirkung der Menschen in der
Region seien hier nur beispielhaft genannt, um die strukturellen und
funktionalen Veränderungen in den Dörfern und Gemeinden aktiv zu steuern.
Mit ihrer 30. Bundestagung "Dörfer ohne Menschen!? - zwischen Abriss, Umnutzung
und Vitalisierung", will die Deutsche Landeskulturgesellschaft die
Herausforderungen und Chancen der baulichen und sozialen Dorfinnenentwicklung
mit den Tagungsteilnehmern erörtern, wissenschaftliche Grundlagen und
administrative Rahmenbedingungen diskutieren sowie Denkanstöße und
Lösungsvorschläge zu den Themen geben.
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