|
Landschaftsentwicklung und Gebietswasserhaushalt sind die Summe einer Vielzahl
vernetzter Maßnahmen zur Realisierung unterschiedlicher Ziele. Diese stehen in
Wechselwirkung mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen des
ländlichen Raumes.
Die Praxis und die gesetzlichen Regelungen dieser Aktionsfelder sind bisher
mehrheitlich sektoral geprägt. Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen
Landnutzungsfunktionen werden noch zu wenig berücksichtigt.
Vor dem Hintergrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der Novellierung des
Bundesnaturschutzgesetzes werden Konzepte und Methoden diskutiert, die eine
systematische Bewertung konkreter Maßnahmen der Landschaftsentwicklung für
unterschiedliche Nutzungsansprüche ermöglichen.
Ziel der Fachtagung war es, die sich in diesem Problemfeld ergebenden
Anforderung an Institutionen, Forschung, Planung und Praxis zu erörtern,
Methoden zur Suche nach umsetzbaren Lösungen vorzustellen und an Beispielen aus
Flurneuordnung, Landschafts- und Raumplanung neue Handlungschancen zu
vermitteln.
Für die bisherige Planungspraxis, aber auch für die Forschung ergibt sich daraus
ein neuer Orientierungsrahmen, der die Landschaftsnutzung hin zu einer
nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume begleiten könnte.
|