Institut für Bodenlandschaftsforschung
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Institut für Bodenlandschaftsforschung
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg
Tel.: +49 33432 82282
Fax: +49 33432 82280
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Geschichte des Instituts


1928 - 1991
Während am Forschungsstandort Müncheberg seit 1928 vorrangig Züchtungsforschung betrieben worden war, wurde ab 1952 im Institut für Acker- und Pflanzenbau Bodenforschung betrieben. Die Erhöhung der Bodenfrucht-barkeit und die Melioration von Sandböden und Kuppen, die Tieflockerung, der Aufbau und die Einführung der Mittelmaßstäbigen Landwirtschaftlichen Standortkartierung (MMK) sowie die Erarbeitung von Bodenfrucht-barkeitskennziffern für die Standorte der ehemaligen DDR waren Schwerpunkte der Forschung. Im 1970 umbenannten  Forschungszentrum für Bodenfrucht-barkeit (FZB) gab es schließlich den Fachbereich Bodenschutz und Bodenphysik, in dem u.a. Wechselwirkungen zwischen Bodengefüge, Pflanzenertrag, Erosionsprozessen und Umweltbelastungen aufgeklärt sowie Diagnose-methoden und Bodenschutzkonzepte erarbeitet wurden.  Im Ergebnis der positiven Evaluierung durch den Wissenschaftsrat 1991 wurde empfohlen, im neu zu gründenden ZALF einen  Schwerpunkt Bodenforschung im Land-schaftskontext einzurichten. 

1992 -1995
Das Institut begann 1992 als Institut für Bodenforschung mit den Abteilungen Bodenbiologie, Bodenchemie, Bodenphysik, Bodenerosion/Bodenschutz sowie Regionale Bodenkunde unter Leitung von Dr. Horst Grimme zu arbeiten. Neben den in den Anfangsjahren stark disziplinär ausgerichteten Arbeiten wurde ein erstes "Landschaftsexperiment" in einer Grundmoränenlandschaft (Kleineinzugs-gebiet Bölkendorf) angelegt, um Methoden der Bodenlandschaftsforschung zu erlernen. Mit zeitweilig 66 Mitarbeitern (Haushalts- und Drittmittelfinanzierte Wissenschaftler und Techniker) waren die bearbeiteten Forschungsthemen entsprechend vielfältig.

1995
In diesem Jahr fand nach einer durch den Beirat erfolgten internen Evaluierung eine Umstrukturierung statt. Die bodenbiologische Forschung wurde dem Institut für Mikrobielle Ökologie und Bodenbiologie, die Pflanzenwurzelforschung dem Institut für Landnutzungssysteme und Landschaftsökologie und Teile der Regionalen Bodenkunde dem Institut für Landschaftsmodellierung zugeordnet. Die bodenmineralogischen Untersuchungen wurden eingestellt. Im Gegenzug wurde die bodenhydrologische Kapazität vergrößert und die Moorbodenforschung in das Institut überführt. Die Anzahl der Mitarbeiter bewegte sich um 35 Personen.

1996-2004
Ab 1996 leitete Frau Prof. Dr. habil. Monika Frielinghaus das nun umbenannte Institut für Bodenlandschaftsforschung. Die Forschung wurde immer stärker auf Prozesse der Bodenlandschaften in verschiedenen Skalen gerichtet, entsprechende Methoden und Datenbanken entwickelt sowie Investitionen und Geräteanschaffungen getätigt (z. B. Lysimeteranlagen, Windkanal, Bodenland-schaftsmessplätze, Bodendauerbeobachtungsflächen, GIS-Arbeitsplätze, Computertomographie in Kooperation, AAS- und FTIR- sowie Gelchromato-graphieanlagen). Vielfältige Kooperationsbeziehungen zu nationalen und internationalen Einrichtungen wurden aufgebaut. Zunehmend schlossen durch Wissenschaftler des Institutes betreute Praktikanten, Diplomanden und Promovenden ihre Arbeiten ab. In der jüngsten Vergangenheit konnten 2 Habilitationsverfahren abgeschlossen werden. Die Evaluierung durch den Wissenschaftsrat 1997 führte zu einem guten Ergebnis, wichtige Hinweise wurden in den Folgejahren beachtet.  Die Forschung wurde nun in Arbeits-gruppen organisiert. Die immer stärker ausgeprägte Bodenlandschaftsforschung innerhalb der Landschaftsforschung des ZALF wurde durch die intensive Mitarbeit in Forschergruppen und Teilprojekten des Verbundprojektes NME 2020 realisiert. Die seit Gründung angewachsene Kompetenz der Wissenschaftler auf dem Gebiet der Bodenlandschaftsforschung  kam auch in der erfolgreichen Organisation und Durchführung nationaler und internationaler Workshops, der Wahrnehmung von Verantwortung in der DBG bis hin zur Ausrichtung der DBG-Jahrestagung 2003 zum Ausdruck. Die guten Ergebnisse der internen Evaluation durch den Wissenschaftlichen Beirat im Jahr 2002 bestätigten eine positive Entwicklung.

2004 - heute
Am 01.03.2004 übernahm  Univ.- Prof. Dr. habil. Michael Sommer die Leitung des Institutes. Die jetzige Homepage mit ihrem Inhalt entspricht dem neuen For-schungsprogramm des Institutes unter dem Motto Kontinuität und Innovation