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Müncheberg, den 21.10. 2009
Unter Wasser stehende Winterungen im Frühling,
vertrocknete Maisbestände in den Sommermonaten, Staubstürme im Herbst, – sehen
so die Äcker Brandenburgs in der Zukunft immer öfter aus? Starkregen, Stürme,
lange Trockenperioden aber auch zunehmend längere Vegetationszeiten sind die
Herausforderungen durch den Klimawandel an die landwirtschaftlichen Betriebe in
Brandenburg.
Was können Landwirte zusammen mit Wissenschaftlern tun, um die durch den
Klimawandel bedingten Produktionsrisiken zu minimieren? Wo besteht
Forschungsbedarf und welche Anpassungsstrategien sind in der Praxis umsetzbar?
Welche Rolle spielt dabei die Politik? Welche Stärken und Chancen aber auch
welche Schwächen und Risiken sehen Wissenschaftler und Landwirte? Diese Fragen
wurden mittels SWOT – Analyse am Dienstag veranschaulicht und damit die
Verständnisgrundlage für die kommende Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure
im Teilprojekt geschaffen.
Wissenschaftler zeigten in Vorträgen den Landwirten zum einen die möglichen
Schäden durch den Klimawandel und zum anderen zu erprobende Anpassungsstrategien
auf. Diese umfassen die Gesamtheit ackerbaulicher Maßnahmen, von den Bestell-
und Bodenbearbeitungsverfahren, des Düngungsregimes, des
Pflanzenschutzmanagement bis hin zur Fruchtfolgegestaltung, die fundierte
Kenntnisse über ihre Wirkungen im System Boden/Pflanze unter Praxisbedingungen
erfordern. Hier besteht noch großer Forschungsbedarf.
Ob nun die Landwirte eine reduzierte Bodenbearbeitung – wie sie von Prof. Dr.
Frank Ellmer (Humboldt Universität Berlin) auf Grundlage langjähriger
Versuchsergebnisse präferiert wurde, oder der Direktsaat, die von Christoph
Felgentreu, (Deutsche Saatveredlung AG), vorgestellt wurde, den Vorzug geben,
hängt letztendlich von verschiedenen betriebsexternen wie auch –internen
Einflussgrößen ab. Dazu gehören agrarpolitische Rahmenbedingungen,
internationale Entwicklung der Märkte, die natürlichen Standortbedingungen,
Betriebsgröße, ökonomische Zwängen, die technische Ausstattung der Betriebe
sowie die Experimentierfreudigkeit und Risikobereitschaft der Betriebsleiter.
Deshalb werden notwendige auf die konkrete Betriebssituation zugeschnittene
Entscheidungshilfen wie auch wissenschaftlich fundierte – in der Praxis erprobte
klimaflexible Anbausysteme zusammen mit Brandenburger Landwirten durch das
Projekt entwickelt
Weiterführende Informationen erteilt:
Dr. Johann Bachinger,
jbachinger(at)zalf.de
Über das ZALF
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. leistet mit
seinem fachübergreifenden Forschungsschwerpunkten zur Erforschung von Systemen
in Agrarlandschaften und der Entwicklung ökologisch und ökonomisch vertretbarer
Landnutzungssysteme seinen Beitrag zur zukünftige Entwicklung ländlicher Räume.
Seit 1997 ist es Mitglied der Leibniz Gemeinschaft.
Nachdruck, auch auszugsweise, frei. Belegexemplar
erbeten an:
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Heike Schäfer, Eberswalder Str. 84, 15374 Müncheberg, Germany
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