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Müncheberg, den 09.07. 2009


18 Millionen Euro für Klimaanpassung

Innovationsnetzwerk in der Region Brandenburg / Berlin gegründet
Festakt am 9. Juli in Müncheberg

Führende Forschungseinrichtungen aus Brandenburg und Berlin bauen zusammen mit Fachverbänden, Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Interessenorganisationen das „Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin“ (INKA BB) auf. Koordiniert vom Müncheberger Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. sollen Wege gefunden werden, wie sich die Region in den Bereichen Landnutzung und Wassermanagement umfassend auf den Klimawandel vorbereiten kann. „Das ZALF will Schrittmacher und Motor einer effektiven Anpassung an den Klimawandel in der Region werden“, sagt Prof. Dr. Hubert Wiggering, Direktor des ZALF. Die mehr als fünfzig Partner im Netzwerk werden über fünf Jahre eine Summe von ca. 18 Millionen Euro einsetzen, der Großteil – 15 Millionen – kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

„Diese Fördersumme ist in heutiger Zeit keine Selbstverständlichkeit“, sagt Minister Dr. Dietmar Woidke, Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) des Landes Brandenburg. Er fügt hinzu: „INKA BB bietet die einmalige Chance, modernste Umwelttechnologien so weiterzuentwickeln, dass sie sowohl dem effizienten Klimaschutz dienen als auch die Konkurrenzfähigkeit hiesiger Unternehmen steigern.“ Deshalb setze die Landesregierung große Erwartungen in das Netzwerk.

Hintergrundinformationen

Das Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin (INKA BB) macht sich die Sicherung einer nachhaltigen Land- und Wassernutzung sowie ein angepasstes Gesundheitsmanagement unter veränderten Klimabedingungen zur Aufgabe. INKA BB will überdies die strategische Anpassungsfähigkeit von Akteuren in Wirtschaft, Politik und Verwaltung fördern.

Trockenheit zur Zeit der Bodenbearbeitung bewirkt eine hohe Staubentwicklung. Foto: ZALF, AG Berger

In drei Untersuchungsregionen (Spreewald-Lausitz und Uckermark-Barnim im Hinblick auf Landnutzung und Wassermanagement sowie die Metropole Berlin für die Bearbeitung der Gesundheits- und der Wasservorratsproblematik) werden innovative Anpassungsstrategien entwickelt, erprobt und bewertet. Im Austausch der Netzwerkpartner werden betrieblich-unternehmerische, kommunale, sektorale und regionale Maßnahmen zusammengeführt. Regelmäßige Ergebnispräsentationen auf Messen und Ausstellungen sind vorgesehen.

Neu an dem Lösungsansatz des Netzwerks ist zum einen die fachübergreifende Herangehensweise an die Herausforderungen des Klimawandels. INKA BB will Forschungswissen, technisches und planerisches Know-how der Akteure verbinden. Zum anderen betreten die Netzwerkpartner methodisch und inhaltlich Neuland, da sie eine Vielzahl vorhandener bzw. vermuteter Einzellösungen praxisnah verknüpfen und beispielhaft zur Anwendung führen wollen. Diese praxisnahe Umsetzung wird methodisch und organisatorisch gefördert durch das Verbundmanagement.

Die Gesamtkoordination des Verbundvorhabens liegt beim Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts-forschung (ZALF) e.V. in Müncheberg. Die inhaltliche Koordination der 3 Handlungsfelder Landnutzung, Wassermanagement und Netzwerkentwicklung wird gemeinsam vom ZALF, dem Landesbauernverband Brandenburg (LBV), der DHI-Wasy GmbH und der Fachhochschule Eberswalde (FHE) durchgeführt.

Ansprechpartner für das Verbundvorhaben:
    Prof. Dr. Hubert Wiggering (wiggering(at)zalf.de)
    Prof. Dr. Klaus Müller (kmueller(at)zalf.de)
    Dr. Andrea Knierim (aknierim(at)zalf.de; 033432 82111)
    Dr. Verena Toussaint (vtoussaint(at)zalf.de; 033432 82323)

kostenfreie Bilder zum Herunterladen:

hohe Staubentwicklung bei Trockenheit
Trockenheit zur Zeit der Bodenbearbeitung bewirkt eine hohe Staubentwicklung. Foto: ZALF, AG Berger
Überschwemmte Ackerflächen nach Starkregen
Durch intensive Langzeitniederschläge überschwemmte Ackerflächen.
Foto: ZALF, AG Berger

Durch Wassererosion geschädigter Rapsbestand
Infolge von Starkregen abgeschwemmter Boden in einem Rapsfeld führt zu Ertragsausfall. Foto: ZALF, Schäfer



Über das ZALF
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. leistet mit seinem fachübergreifenden Forschungsschwerpunkten zur Erforschung von Systemen in Agrarlandschaften und der Entwicklung ökologisch und ökonomisch vertretbarer Landnutzungssysteme seinen Beitrag zur zukünftige Entwicklung ländlicher Räume. Seit 1997 ist es Mitglied der Leibniz Gemeinschaft.



Nachdruck, auch auszugsweise, frei. Belegexemplar erbeten an:
    ZALF, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Heike Schäfer, Eberswalder Str. 84, 15374 Müncheberg, Germany
    fon ++49 (0)33432 82-363/200
    fax ++49 (0)33432 82-223
    hschaefer(at)zalf.de