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Kernthema III: Landnutzungskonflikte und Governance

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Kernthemasprecherin

Prof. Dr. B. Matzdorf
T +49 (0)33432 82-150

​Im Positionspapier des Wissenschaftsrats zu den Großen gesellschaftlichen Herausforderungen wird auf die Bedeutung der Sozial- und Kulturwissenschaften neben den Natur- und Ingenieurwissenschaften bei der Entwicklung von Lösungen zu ihrer Bewältigung mehrfach hingewiesen. Auch erfordern „die Komplexität, Dynamik und Langfristigkeit großer gesellschaftlicher Problemlagen eine wissenschaftliche Bearbeitung, die über eindimensionale, unidisziplinäre Analysen und Lösungsansätze hinausgeht und der Interaktion zwischen den Fachgebieten sowie zwischen der Wissenschaft und anderen gesellschaftlichen Funktionssystemen Rechnung trägt.“ Damit sind inter- aber auch transdisziplinäre Formen der Zusammenarbeit für die Bearbeitung von Forschungsfragen mit gesellschaftlicher Relevanz unabdingbar.

Die Rolle der Wissenschaft wird ausdrücklich darin gesehen, die Basis für gesellschaftliche Diskussionen, Bewertungen und Entscheidungen zu liefern. Sie ist aufgefordert, verschiedene beteiligte Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Bewältigung der Großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu unterstützen.

Kernthema III „Landnutzungskonflikte und Governance“ fokussiert auf die Analyse von Präferenzen verschiedener Landnutzer und daraus resultierender Landnutzungskonflikte auf der Ebene von Landschaften. Es wird untersucht, mit welchen Instrumenten und Institutionen eine nachhaltige Landnutzung erreicht werden kann und welche Akteure für die Entwicklung und Umsetzung institutioneller Lösungen relevant sind. Grundlage dafür sind die Analyse und die Bewertung vorhandener Steuerungsansätze und Instrumente. Die Einbeziehung relevanter Akteure der Agrarlandschaftsnutzung sowie deren Interessen und Handlungslogiken sind Voraussetzung für die Anpassung und Weiterentwicklung neuer Governanceansätzen auf regionaler, nationaler aber auch internationaler Ebene. In Kernthema III werden diese Anpassungsprozesse durch transdisziplinäre Forschungsansätze im Sinne eines Co-designs von Innovationen unterstützt. Zusammenfassend liefert Kernthema III einen Beitrag nicht nur zum besseren Verständnis der räumlich spezifischen sozioökonomischen Zusammenhänge und Interdependenzen sondern auch zur Erprobung und Etablierung von Instrumenten und Institutionen einer nachhaltigen Agrarlandschaftsnutzung, die auf die Bereitstellung von landwirtschaftlichen Produkten sowie Ökosystemleistungen und Biodiversität abzielt.

Die Ergebnisse von Kernthema III liefern relevante Informationen zu sozioökonomischen und institutionellen Randbedingungen und werden als externe Faktoren für die Untersuchungen in Kernthema I und insbesondere in Kernthema II integriert.

 

Weitere Kernthemen

Kernthema I: Landschaftsprozesse

Kernthema II: Landnutzung und Wirkungen

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