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Kernthema II: Landnutzung und Wirkungen

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Kernthemasprecherin

Dr. A. Wurbs
T +49 (0)33432 82-311

​Vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung und der zunehmenden Bedeutung von nachwachsenden Rohstoffen betonte die Senatskommission der DFG 2014 in ihrem Grundsatzpapier zu Zukunftsoptionen der deutschen Agrarökosystemforschung die Bedeutung der ressourceneffizienten Erhöhung der Flächenproduktivität. Sie plädiert für eine Erweiterung der Perspektive, um die Optionen einzubeziehen, „die sich aus der räumlichen und zeitlichen Diversifikation der Produktionssysteme unter Einbeziehung der standörtlichen Eigenschaften, des Landschaftskontextes sowie des Klimawandels ergeben“.

Die Forschungsarbeiten im Kernthema II stellen die Agrarproduktion in den Landschaftskontext unter expliziter Berücksichtigung und Ausnutzung der vielfältigen Rückkopplungen, die in Agrarlandschaften auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Ebenen stattfinden. Basierend auf naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, die zum Teil in Kernthema I untersucht werden, werden in Kernthema II einzelbetriebliche Managementmaßnahmen als steuernde Variable behandelt. Klimawandel, Preisentwicklungen, Nachfrageänderungen, Governance der Agrarlandschaftsnutzung sowie technische Entwicklungen und weitere sozioökonomische Trends werden als exogene Triebkräfte betrachtet. Die agrarische und forstliche Landnutzung wird davon geprägt und steht gleichzeitig in Wechselwirkung mit den Ökosystemen und der Landschaft. Sie profitiert von Ökosystemleistungen, wie beispielsweise durch Stoffumsetzung und Wasserregulation, und erbringt Leistungen, z.B. den Erhalt der Kulturlandschaft.

Kenntnisse der Effekte unterschiedlicher Landnutzungssysteme auf die Bereitstellung von Ökosystemleistungen und Biodiversität sind Voraussetzung, um die Auswirkungen einer Intensivierung der land- und forstwirtschaftlichen Produktion abschätzen zu können, wie sie beispielsweise im Kontext von Ernährungssicherheit oder Ausbau der Bioökonomie zu erwarten ist. Bei der Analyse der Ursache-Wirkungsbeziehungen werden u.a. Prozesskenntnisse und Modelle aus Kernthema I angewendet. Anpassungsoptionen auf Betriebs- oder Regionsebene an sich wandelnde Rahmenbedingungen werden in Bezug auf Landnutzungsverfahren, muster und intensitäten analysiert, sowie deren Auswirkungen auf Ökosystemleistungen und Biodiversität abgeschätzt bzw. bewertet.

Für die Folgenabschätzung und Bewertung von Landnutzungsänderungen werden Indikatorsysteme entwickelt, die einzelne Analyseergebnisse zu handlungsrelevantem Wissen aggregieren. Dieses wird nachfolgend genutzt, um unterschiedliche Landnutzungsoptionen abzuleiten, die auf Schutz und Effizienz der Ressourcen ausgerichtet sind und einen Beitrag zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität leisten. Angesichts unterschiedlichster Akteure und Interessen birgt Landschaftsnutzung jedoch Potenziale für zahlreiche Konflikte. Diese Konflikte und deren Lösung durch unterschiedliche Governanceansätze wird in Kernthema III bearbeitet. Zudem verbindet das interdisziplinäre Konzept der Ökosystemleistungen die Forschungsarbeiten aus dem Kernthema II mit Kernthema III.

 

Weitere Kernthemen

Kernthema I: Landschaftsprozesse

Kernthema III: Landnutzungskonflikte und Governance

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