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NEU: Trans-Sec-Broschüre erschienen

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World Café, Trans-SEC Consortium Tanzania (Morogoro), 2013

ZALF-Neuveröffentlichung: Konfliktpräventions- und Konfliktmanagement-Systeme in Verbundprojekten: Ein Leitfaden zur Konzeption und Implementierung

Globale Herausforderungen wie Ernährungssicherheit, Klimawandel und Weltgesundheit sprengen den Rahmen einzelner wissenschaftlicher Disziplinen. Folglich entstehen in der Wissenschaft zunehmend Verbundprojekte, die einen umfassenderen transdisziplinären Ansatz verfolgen, um nachhaltige Lösungsstrategien zu entwickeln. Solche Verbundprojekte sind zeitlich begrenzte, komplexe Systeme, sie werden von größeren Forschungskonsortien konzipiert und durchgeführt, sie sind überwiegend interdisziplinär ausgerichtet und bedürfen insbesondere im Bereich der nachhaltigen Entwicklung einer engen Zusammenarbeit internationaler Forscherinnen und Forscher. Leicht kann es zu Konflikten kommen, die den Projekterfolg verzögern oder in Gefahr bringen.

Konfliktpräventions- und Konfliktmanagement-Systeme setzen hier an und unterstützen. In der Wissenschaft wurden solche Systeme bislang kaum angewandt und erprobt. In anderen gesellschaftlichen Bereichen, wie in kommunalen Verwaltungen oder in Unternehmen, zeigen sie jedoch sehr positive Ergebnisse. Großforschungsprojekte unterscheiden sich in ihren Organisationsstrukturen und -kulturen von öffentlichen Organisationen und Wirtschaftsunternehmen. Konfliktmanagement-Systeme müssen daher speziell für diesen Bereich konzipiert und umgesetzt werden. Die neue Veröffentlichung bietet einen Leitfaden zur Konzeption und Implementierung solcher Systeme.

Die Erkenntnisse bauen auf der Evaluation eines KPM-Systems auf, das im Trans-SEC-Projekt zur Ernährungssicherung, welches vom ZALF koordiniert wird, in den letzten 4 Jahren konzipiert und angewendet wurde. Die Forschung basiert auf einer Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Konfliktmanagement an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und auf der engen Einbindung der Trans-SEC-Mitglieder/innen. Auf dieser Grundlage wurde ein KPM-Modell für zukünftige Projekte entwickelt. Insbesondere präventive Maßnahmen, sowie der Aufbau dezentraler Konfliktmanagement-Strukturen haben sich im internationalen und transdisziplinären Forschungskontext als essentiell erwiesen.

Ein Konfliktpräventions- und Management-System (KPM) bietet verschiedene systematische und institutionalisierte Aktivitäten und Maßnahmen, mit dem Ziel Konflikte vorzubeugen, deren Eskalation zu vermeiden oder im Fall von Konflikten deren Management zu unterstützen. Mögliche Maßnahmen sind z. B. Teambuilding Workshops, Teamsupervision, Trainings zu interkultureller Sensibilisierung oder Kommunikation, interne und externe Konfliktanlaufstellen, Mediation und Coaching. Das in Trans-SEC erarbeitete und angewendete System basiert auf dem Viadrina- Komponentenmodell.

Die Broschüre ist sowohl als Druckversion als auch online als PDF-Dokument in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

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